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Mittwoch, 21. September 2011

Herbsttag

"Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben."
Rainer Maria Rilke


Eins meiner Lieblingsgedichte, an das ich heute bei dem trüben Herbsttag denken musste. Der Sommer scheint nun endgültig vorbei zu sein. Letzte Woche haben wir Walnüsse gesammelt und Äpfel gepflückt und sämtliche Bauernhöfe bei uns in der Gegend nennen sich jetzt "Kürbishof".

Ich koche ja sehr gerne und man mag es kaum glauben, aber diese Woche habe ich zum ersten mal in meinem Leben Kürbissuppe gegessen (und gekocht).
Ich lasse mich eigentlich ungern von irgendwelchen Kochtrends anstecken, aber an der Kürbisbegeisterung, die seit ein paar Jahren herrscht, kam ich nun doch nicht herum.

Wenn man von dem Kraftakt des Kürbisschälens absieht, war sie sehr schnell gemacht.
Einfach 1 Zwiebel in Butter anbraten, Hokkaido-Kürbisstücke dazu, mit 600ml Brühe aufgießen, weichkochen lassen, mit 250ml Sahne und 2 Löffeln Creme Fraiche verfeinern, mit Pfeffer, Salz und Paprika würzen und dann pürieren.
Geschmeckt hat sie, ließ mich aber nicht in Begeisterungsstürme ausbrechen. Dennoch werde ich sie in mein Herbstküchen-Repertoire aufnehmen, denn meine Familie war von der Suppe total begeistert. Geschmäcker sind eben verschieden.

Kommentare:

  1. Sieht lecker aus und ich habe kalte Füße, so eine Suppe käme mir jetzt grad recht.

    Gruß Christine

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  2. Huhu,

    ich habe ein ganz tolles Kürbissuppenrezept, wenn Du magst schick ich es Dir gerne mal. Hat bisher jedem geschmeckt!!

    LG,
    Simone

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